Nach so vielen Gästen mussten wir der Karola erst einmal etwas Ruhe gönnen. Also machten wir uns zu einer größeren Tour auf - in die Picos de Europa. Nachdem wir Montag früh die Marika auf den Flughafen gebracht haben, gab es noch ein leckeres Mittagessen bei der Loli in Lugo und dann machten wir uns auf den Weg. Wir kamen allerdings erst abends im Dunklen an. Den nächsten morgen war erst einmal ordentlich Nebel und wir sahen nichts. Zum Glück gibt es in einem Gebirge ja immer Passstraßen, die schön hoch führen und man aus dem Nebel rauskommt. So wurden wir bald mit Sonne und einer schönen Sicht belohnt. Dazu kam noch die herrliche Laubfärbung.

Das Wetter verlockte zum Wandern und so begaben wir uns gleich einmal auf eine größere Tour. Es ging ziemlich steil irgendwelche Hänge hoch, wo wir erst dachten, dass man dort gar nicht lang kommt. Aber es waren Wege in die Felsen gehauen. Die Landschaft war herrlich, sehr schroffe Kalkfelsen und schöne bunte Herbstwälder. Gipfelbesteigungen sind allerdings fast nur mit klettern möglich. Also ging es nur auf einen Pass. Nach der anstrengenden Tour gönnten wir uns eine richtige feste Unterkunft in einem gemütlichen Bergdörfchen und ein 3-Gänge Menü zum Abendbrot. Naja, soviel gönnen ist das in Spanien gar nicht, wo man das Menü inkl. Flasche Wein schon für 10 € je Person bekommt. Zum Glück war gerade Nebensaison, im Sommer muss es rammel voll sein.



Den nächsten Tag ging es gleich wieder auf eine Wanderung. Wir wollten in die Schlucht des Rio Cares. Man muss dort allerdings den gleichen Weg hin und zurück gehen und eine Richtung sind 12km. Der Weg ist aber sehr gut ausgebaut und so ist dies durchaus machbar. Die Schlucht beginnt sehr eng, allerdings nicht sehr tief und der Weg ist in den Felsen gehauen. Später wird sie extrem tief und es geht vom Weg sicher 100m oder mehr senkrecht in die Tiefe. Eine Absperrung am Weg gibt es dort nicht, also nichts für Leute die nicht schwindelfrei sind.



Wir sind den Weg nicht ganz bis zum Ende gegangen. Am Ende geht es noch einmal extrem runter, was man ja alles wieder hoch muss. Und dazu hatten wir in der prallen Sonne keine Lust mehr. Trotzdem war es eine wunderschöne Tour und vor allem sehr beeindruckend.
Den nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto weiter. Über mehrere Pässe ging es westlich um die Picos de Europ drum rum. Zwischendurch haben wir noch kurz beim Pferdeabtrieb mitgeholfen. Naja, haben einfach nur das Auto quer gestellt, damit sie nicht in die falsche Richtung rennen können. Ansonsten haben wir nur zugekuckt, was auch sehr interessant war.



Und da wir ja Urlaub haben, ging es heute mal mit dem Lift in die Berge ;-) Als wir oben ankamen, war alles in Wolken gehüllt, die sich aber zum Glück sehr schnell verzogen und wir wenigstens einen kurzen Blick in den höchsten Teil der Picos werfen konnten. Die Berge sind hier bis zu 2600m hoch und im Winter soll man wohl auch Ski fahren können.



Die letzte Nacht verbrachten wir wieder im Auto im Nordteil der Picos de Europa an den Seen Enol und Ercina. Dies ist angeblich der meist besuchteste Teil der Picos, was wir am nächsten morgen auch deutlich merkten. Busse-weise wurden die Touristen hochgefahren. Die Nacht wurde richtig kalt, so dass ich in meinem Sommerschlafsack sogar gefroren habe. Der kommende Morgen überraschte uns wieder mit strahlendem Sonnenschein und einer herrlichen Sicht. Der Süden der Picos war zwar wesentlich gemütlicher und auch landschaftlich spektakulärer, aber die weite Sicht hier war auch beeindruckend. Bei klarem Wetter soll man angeblich bis zum Meer sehen können.


Auf dem Rückweg machten wir noch kurz halt an der Pilgerstätte Covadonga. Dort wurde die erste Schlacht gegen die Mauren gewonnen und damit begann die Rückeroberung Spaniens durch die Christen.

Die Höhle von Covadonga wurde als Versteck verwendet.


Blick aus dem Flugzeug auf die Pyrenäen. Leider hatte unser Flug Verspätung so dass wir den Anschlussflug in Oslo verpassten und so über drei Stunden auf den nächsten warten mussten. Gab aber einen Essensgutschein dafür, das ist nur etwas sinnlos, wenn sowieso nichts mehr auf hat, wo es Essen gibt. Naja, einen Salat haben wir dann noch bekommen.
Das waren zwei Wochen Spanien, zwei Wochen ohne Regen und die ganze Zeit Sonne! Außerdem zwei Wochen so warm, wie es in diesem Sommer in Norwegen nur an einzelnen Tagen war. ;-)